
Im kommenden Jahr feiern wir: 20 Jahre BOXERHILFE – Heidrun Ubrig Gedächtnis Org.
Damit starten wir ab heute in unser Jubiläumsjahr mit vielen Ideen!
Die Boxerhilfe oder die Entstehung einer Institution – Die Heidrun Ubrig Gedächtnis Org.
Am 17.07.2007 wurde die BOXERHILFE aus der Taufe gehoben. Die Gründerin – für viele unvergessen – war Heidrun Ubrig.
Doch lasst uns zum Anfang gehen.
Es gibt viele Möglichkeiten sich im Tierschutz zu betätigen. Man kann so z.B. Einrichtungen mit einer Geldspende unterstützen, manche Menschen nehmen ein notleidendes Tier bei sich auf und andere wiederum helfen aktiv in Tierheimen mit.
Heidrun Ubrigs große Liebe galt den Boxern und so fand sie in ihren Anfängen einen Verein, den sie tatkräftig unterstützen konnte. Allerdings beruhte dort der Hauptaugenmerk auf der Aufnahme und schnellen Vermittlung der Tiere.
Durch ihre Arbeit erfuhr sie, dass oftmals aus finanziellen Gründen ein Tier im Tierheim landete, z.B. weil eine teure Tierarztbehandlung anstand und die finanziellen Mittel nicht aufgebracht werden konnten oder weil Herrchen/Frauchen ins Krankenhaus mussten und niemanden hatten, der sich um „Bello“ kümmern konnte – auch da waren es oftmals finanzielle Probleme, da die Pensionskosten nicht aufgebracht werden konnten.
Ja und dann waren da noch die vielen Oldies, deren Vermittlungschancen mehr als schlecht waren, weil sie oftmals ihre Zipperlein im Gepäck hatten und wer wollte/konnte sich denn schon einen Hund mit einem erhöhten Kostenbedarf ins Haus holen?
Es gab sie aber, die Menschen, nur leider meist selbst schon im Rentenalter und mit knappem Budget, dafür aber Zeit und Liebe zum Tier besaßen.
Mit der Zeit manifestierte sich ein Gedanke bei Heidrun und sie hatte eine zündende Idee. Diesem Leid bei Mensch und Tier müsste doch begegnet werden können. Fernab der üblichen Tierheime, Vereine und sonstiger Organisationen müsste es eine Einrichtung geben, die die Tierbesitzer unkompliziert und schnell finanziell in solchen Situationen unterstützen könnte, damit die Tiere in den Familien verbleiben könnten und somit viel Leid auf beiden Seiten erspart würde.
Losgelöst von irgendwelchen Institutionen, deren Satzungen die Handlungen reglementieren und den oftmals erforderlichen individuellen Hilfestellungen entgegenstehen würden. Es sollte eine private Initiative sein – auf freiwilliger Basis:
Die Boxerhilfe!!!!
Heidrun Ubrig konnte mit ihrer Idee zwei weitere starke Frauen gewinnen, die sie mit Rat und Tat unterstützten.
Heidrun Ubrig, Sabrina Kuhr-Wehrs und Lydia Muus setzten hiermit einen echten Meilenstein im Tierschutz. Pate für die Idee stand seinerzeit übrigens der Verein Luna-Hilfe e.V., der sich um Katzen kümmerte.
Man mag sich im heutigen technischen Zeitalter mit Internet und Whatsapp, günstigen Handytarifen etc. gar nicht mehr vorstellen, wie schwierig und kostenintensiv die Anfänge waren. Die Kosten trug und trägt übrigens auch heute noch jede(r) MitstreiterIn für sich.
Dank Heidruns technischem Verständnis wurde eine Homepage eingerichtet. Man arbeitete am Bekanntheitsgrad der Boxerhilfe und die durch die lange Tierschutzarbeit bestehenden Kontakte waren hierbei hilfreich – auch die Zusammenarbeit mit Vereinen.
Ebenso entstand zu diesem Zeitpunkt die erste Vermittlungsplattform für Boxer: „Boxer im Tierheim“
Auf Grund der gestiegenen Anfragen ist dies mittlerweile eine Vermittlungshilfeseite für alle Molosser und trägt nunmehr den Namen: „Boxer, Doggen und andere Molosser in Not“
Um kostengünstiger und einfacher kommunizieren zu können, wurde ein Forum eingerichtet. Der ursprüngliche Zweck hat sich in den Jahren sehr gewandelt, denn mittlerweile ist es ein echter Pool an Informationen geworden. Das Forum, auch liebevoll Heidruns Wohnzimmer genannt, hat zwischenzeitlich viel Zulauf von Gleichgesinnten bekommen. Hier treffen sich Interessierte, Boxerhalter, andere Tierhalter und Mitstreiter in der Sache zum regen Austausch, zur Hilfestellung
Ein bisschen Privates gehört natürlich auch dazu, denn man kennt sich mit der Zeit, vielfach zwischenzeitlich auch persönlich. Es sind sogar echte Freundschaften entstanden!
Übrigens: Auch Sie sind herzlich im Forum willkommen!!!
Nun aber zurück zu der Entstehungsgeschichte der Boxerhilfe.
Da die Boxerhilfe ja eine private Institution ist, hat sie selbstverständlich auch keine Mitglieder. Nennen wir also die Beteiligten „Mitstreiter oder Forenmitglieder“. Dies einfach zum besseren Verständnis.
Die Boxerhilfe entwickelte sich weiter, wie überhaupt der Tierschutz insgesamt. Der Bekanntheitsgrad wurde größer – sogar TV und Presse wurden auf die Boxerhilfe aufmerksam und es folgten einige Interviews und Berichte. Durch den wachsenden Bekanntheitsgrad, wurde auch das Hilfsangebot immer häufiger angefragt. Um den gestiegenen Hilfegesuchen gerecht werden zu können, wurden und werden auch mehr Spenden benötigt und so nahm und nimmt die Boxerhilfe heute an Messen oder ähnlichen Veranstaltungen teil.
Anlässlich solcher Veranstaltungen wird weiter an der Entwicklung gearbeitet und mittels selbstgemachter und gespendeter Erzeugnisse, wie z.B. hausgemachter Marmeladen, Hundespielzeug, hübsch gestalteter Postkarten, selbstgebackenen Hundeplätzchen und vielem mehr werden dann auch Spenden eingeworben.
Spenden sind ein echtes Zauberwort, denn ohne sie könnte die Boxerhilfe ihre Arbeit gar nicht leisten. Da die Boxerhilfe kein Verein ist und somit auch selbst keine Spendenbescheinigung ausstellen kann, ist das Spendensammeln etwas erschwert. Die Boxerhilfe zeichnet sich aber über eine sehr transparente Offenlegung der erhaltenen Spenden und deren Verwendungszweck aus.
Zudem sind mittlerweile auch Geldspenden mit Spendenbescheinigung möglich unter:
www.gooding.de/donation/boxerhilfe-heidr…htnis-org-97743
Die Entscheidung, wem man hilft und wie man hilft, wird innerhalb eines Teams sorgfältig beratschlagt, denn man ist sich der großen Verantwortung den Spendern und Sponsoren gegenüber bewusst!
Mit dem immer größer werdenden Aktionsradius der Boxerhilfe entstand auch das Projekt „Son Reus“ für die Boxer auf Mallorca.
Es muss wohl in der Zeit 2007/2008 gewesen sein, als dieses Projekt gemeinsam mit einem Verein ins Leben gerufen wurde. Da Mallorca zwischenzeitlich mehrere Tötungen unterhält und man auch dort den Boxern hilft, wurde aus dem Projekt „Son Reus“ das Projekt „Mallorca“ . Hintergrund war und ist, den auf der Sonneninsel achtlos in die Tötung abgeschobenen Boxern helfen zu können. Daraus wurde eine sehr erfolgreiche Kooperation.
Zahlreiche Boxer haben so den Weg in ein neues Leben gefunden!
Politik und Krisen geschuldet wurde in den letzten Jahren dieses Projekt auch auf weitere Länder ausgeweitet.
Am 01. März 2017 änderte sich alles, denn Heidrun hatte uns still und unerwartet verlassen. Den Fels in der Brandung gibt es nicht mehr aber ihre zündende Idee ist geblieben und sie hat uns etwas hinterlassen: Die Boxerhilfe!
Heidrun Ubrig hatte bereits vor einiger Zeit innerhalb ihrer Familie den Wunsch geäußert, dass Elke Mührer die Boxerhilfe einmal weiterführen sollte. Dass dies so schnell geschehen würde, ahnte niemand.
Nach anfänglichen Wirren konnte die BOXERHILFE und damit Heidrun Ubrigs Lebenswerk in ihrem Sinne weitergeführt werden.
Auf das Einbeziehen erfolgreich geleisteter Hilfen im Einzelnen wurde verzichtet, denn das hätte hier den Rahmen gesprengt. Auf unserer Homepage finden Sie aber die Informationen, wo und wie wir helfen – auch wem wir schon geholfen haben – und vielleicht ein bisschen detaillierter in unserem Forum.
Viele Mitstreiter aus den Anfängen und früheren Tagen haben sich wieder eingefunden um die Boxerhilfe zu unterstützen. Das freut uns besonders!!!
Wir bedanken uns bei Ihnen, lieber Leser, dass Sie uns Ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben und wünschen uns – oder viel mehr den Boxern, dass wir Ihr Interesse wecken konnten.
Es wäre schön, wenn auch Sie unsere Arbeit und die Boxer unterstützen, denn die Boxer brauchen Ihre Hilfe!
Das Team der Boxerhilfe – Heidrun Ubrig Gedächtnis Org.