Hilfe für Filou

 Filou ist gerade mal 1 Jahr und braucht DRINGEND Hilfe!

UPDATE 06.08.19: Es handelt sich um eine Borreliose! Die Behandlung läuft an!

Bisherige Kosten für Tierarzt, Labor und Homöopathin 223,54 Euro

Eingegangene Spenden: 160 Euro

Filou wurde am 18.08.2019 an den Verein „Ein Herz für Boxer e.V.“ abgegeben.

Wir bitten weiter um Spenden für Filou – zur Deckung unserer Kosten. Einen Überschuss würden wir an den Verein zahlen, da die Spenden zweckgebunden für Filou sind!

 

 

Eigentlich fällt Filous Frauchen nicht in die Kriterien des Hilfsprogramms der Boxerhilfe!

Doch dieser Fall hat uns emotional sehr erschüttert.

Lesen Sie bitte die Geschichte von Filou, die uns alle fassungslos machte!

 

Geschichte:

Filou kommt von einem dt. Züchter. Die ersten Monate lebt der kleine Mann vollkommen normal und gesund in seiner Familie.

Dann wird er  sehr krank und das äußert sich in Form von Schmerzen die nicht klar lokalisiert werden können.
Alles fing an als er 8 Monate alt war (er ist am 01.07. 2019 ein Jahr alt geworden). Morgens musste er regelmäßig Erbrechen. Die Ursachen waren unerklärlich. Zunächst bekam er für 3 Tage Schonkost. Doch es änderte sich nichts.

Tierarzt Nr. 1 wurde aufgesucht. Dieser diagnostizierte einen Magen-Darm-Infekt, spritzte ihm etwas gegen Übelkeit und es ging mit Schonkost weiter. Der Zustand änderte sich nicht! Also wieder zum Tierarzt. Diesmal war es dann der Verdacht auf Pankreatitis. Blut wurde abgenommen (nur Pankreasenzym, nichts anderes…) und wieder Spritze und mit dem Ratschlag weiter Schonkost zu geben, wurde er nach Hause entlassen. Die Blutwerte waren negativ auf Prankreas.  Neuer Verdacht : eine bakterielle Infektion im Magenbereich. Vielleicht hatte er  etwas verschluckt ? Filou  wurde geröntgt und es war nichts zu sehen!
Also wurde Antibiotika gespritzt und weiteres Antibiotika für 5 Tage mitgegeben.
3 Tage Ruhe und am 4. Tag ging die „Kotzerei“ wieder los…
Zu diesem Zeitpunkt wurde zum ersten Mal der Tierarzt gewechselt, da man Nr. 1 nicht mehr vertraute…

Tierarzt Nr. 2 war sich bei der Vorstellung direkt sicher das Filou eine Futtermittelunverträglichkeit hat. Wieder wurde  Blut abgenommen und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Auch wollte man nochmal sicher  gehen, das auch wirkliche keine Infektion vorlag.
Filou bekam einen Zugang und dann Infusionen und Spritzen gegen Übelkeit.
5 Tage lang wurde Filou täglich in die Praxis bestellt – 5 Tage die gleiche Prozedur.
Dazu dann Futterumstellung auf  Hills ID…

Das „Kotzen“ hörte auf und man war froh, dass der Spuk scheinbar vorbei war…

1,5  Wochen später:

Plötzlich springt Filou  nicht mehr in den Kofferraum des Auto. Frauchen hebt in an um ihm zu helfen. Daraufhin fiepte er laut auf.

Erst dachte man, man habe ihn einfach falsch angefasst – kann ja passieren….. Doch Filou zitterte plötzlich. Bei den unterschiedlichsten Bewegungen schrie er laut auf.

Erneute Vorstellung bei Tierarzt 2:

Nach Abtastbefund sollte es sich um ein Wirbelsäulentrauma handeln.

Er hatte sich nicht gestoßen und war auch nicht gefallen!? Woher sollte dies kommen!?

Filou erhielt eine Spritze gegen die Schmerzen , dazu Rimadyl. Nach einer Stunde trat eine Besserung ein. Doch bereits am nächsten Morgen das Gleiche. Also wieder zum TA , Schmerzspritzen und weitere Gabe von Rimadyl. Dies wiederholte sich noch mehrere Tage.

Die Bedenken, ob eventuell doch etwas anderes oder vielleicht eine Spondylose in Betracht kommen würde, wurden verneint.  Der Tierarzt war der Meinung, hierzu sei der Hund viel zu jung und sicherlich sei er nur eine Mimose. Also ein junger Boxer der Hypochonder war?????
Zu allem allem anderen wurde dann zusätzlich noch  Novalgin verabreicht.

Eine Weile ging es mit dieser Medikation aus Spritzen, Rimadyl und Novalgin gut. Dann konnte er nicht mehr richtig laufen, war ganz steif – ging quasi wie auf rohen Eiern – mit Katzenbuckel und gesenktem Kopf. Er konnte sich nicht mehr hinlegen. Lehnte den Kopf nur noch zum Schlafen irgendwo auf…….

Die Klinik Nr. 1 wurde aufgesucht!

Man ließ sich am Telefon  alles schildern und meinte dann  direkt, es müsse sich um eine Prostatahyperplasie  handeln. Entstanden durch läufige Hündinnen in der Nachbarschaft!? Novalgin Tropfen sollten verdoppelt werden. Wenn es nicht besser werden sollte, dann müsste er notfallmäßig vorgestellt werden. Ansonsten reichte ein Termin am nächsten Tag…..

Filou schlief nach der erhöhten Dosis Schmerzmedis ein und am folgenden Tag stand der Besuch in der Klinik an.  Es wurde geröngt und erneut Blut abgenommen.

Wieder gab es eine Schmerzspritze, neue Schmerzmedikamente für zu Hause und zudem noch eine Hormonspritze.
Die Blutuntersuchung und das Röntgen waren im Übrigen wieder ohne Befund!

Die Schmerztherapie wurde fortgeführt.

Es schien auch in der Tat besser zu werden. Er bewegte sich und begann wieder normal zu fressen.

Nach wenigen Tagen der nächsten Schock am Morgen …… er stand aus seinem Körbchen  auf und lief nur noch auf 3 Beinen.  Das Beinchen vorne links hielt er hoch und das Fußgelenk war extrem geschwollen.
Da die Familie sich gerade in Urlaub Befand, wurde dort eine Tierklinik aufgesucht!Es wurde die bisherige Vorgeschichte mitgeteilt.

Die Ärzte der Tierklinik Nr. 2  waren nach kurzer Beratung der Meinung:  „Der hat nichts mit der Prostata, der hat eine Meningitis!“

Sie sahen ihn und waren sich sofort sicher: Das kann nur SRMA sein.

Wieder erfolgte eine Blutabnahme, wieder wurde geröngt. Zudem wurde Liquor entnommen und in ein Labor eingeschickt.

Am Gelenk war lediglich eine Weichteilschwellung. Hier wurde dann noch eine Punktion vorgenommen und extra auf Bakterien untersucht.

Die Ärzte entschieden sich, direkt mit der Therapie gegen SRMA anzufangen.
Cortisonspritze und Cortisonplan für die nächsten Wochen. Sie waren sich sicher, dass es Filou in 24h besser gehen würde.

Es ging ihm nach 24h besser und es hielt auch einige Wochen an.
Die Familie war heilfroh, dass endlich eine richtige Diagnose getroffen wurde!
Nachdem Ende des Urlaubs wollte man Zuhause einen Tierarzt wegen der Weiterbehandlung aufsuchen, doch niemand traute sich heran. Die „Provinztierärzte“ kannten sich mit der Behandlung von SRMA nicht aus.

Es wurde Klinik Nr. 3 empfohlen.

Hier war spontan kein Termin zu bekommen. Der nächste freie Termin  – in 4 Wochen – wurde für Filou eingetragen. Ferner lag ja von Klinik Nr. 2 der Behandlungsplan für 6 Wochen vor. Das sollte dann passen!

Lt. genau diesem Plan sollte das Cortison in der 3. Woche reduziert werden. 24h später traten wieder Anzeichen von neuen Schmerzen auf.

Klinik 2 wurde informiert und um Rat gebeten. Das Cortison sollte wieder erhöht werden!

Klinik 3 informiert. Das Problem geschildert. Dann gab es doch nach 2 Tagen einen Akut-Termin. Mittlerweile hatte sich dann auch extremer Durchfall eingestellt.

Gleichzeitig kam auch die Rg. mit der schriftlichen Diagnose und ein Teil der Befunde aus Klinik 2 an.

SRMA wurde NICHT bestätigt!

Filou aber bereits in der 3. Woche genau deshalb behandelt!

 

Lt. Klinik 3 fehlte das lgA im Serum und auch die Auswertung des Liquors und dem bakteriellen Abstrich waren nicht vollständig.

Man war hier der Meinung, dass man alle Untersuchungen noch einmal machen sollte. Ferner sollte zusätzlich noch eine Magenspiegelung und ein MRT gemacht werden.

 

Das es der Besitzerin zu diesem Zeitpunkt schlecht wurde, auf Grund der bereits gezahlten Kosten und dem was nun noch im 4 stelligen Bereich dazu kam, kann sich hier sicher jeder denken!

Und das, ohne bislang eine Diagnose zu haben! Alles nur immer wieder auf Vermutungen hin!

In Klinik 3 konnte man dies nun gut verstehen und wollte doch erst einmal einen anderen Weg einschlagen. Cortison wurde wieder erhöht, zudem wurde nun auch ein Antibiotikum angesetzt und Canikur Pro gegeben.

 

Nicht half und Filou ging es immer schlechter.

 

Es wurde Klinik 4 eingeschaltet.

Auch hier dauerte es einige Wochen, bevor der Termin stattfand.

Und ab hier begann ein noch größerer Horror……

Filou brauchte mittlerweile zusätzlich wieder eine erhöhte Dosis an Schmerzmitteln. Er konnte weder laufen, noch liegen, noch stehen……..

In Klinik 4 wurde Filou eingehend untersucht und abgetastet. Man stellt nichts weiter fest und ist der Meinung, der Hund habe Bauchschmerzen. Vielleicht von all den Medikamenten????

Es gibt zusätzlich weitere Medikamente für den Magen. Die Rechnung nicht gerade niedrig……….

2 Tage später verschlechtert sich der Zustand noch  einmal – als Notfall in Klinik 4!

Sono des Bauchraums: Ohne Befund

Abtasten: neurologische Ausfälle

Röntgen: 2 Wirbel der BWS scheinen angegriffen – Verknöcherung oder Befall durch Bakterien?

Urinprobe steril – also Urinprobe über Setzen eines Katheters – Urinprobe war positiv auf 2 Bakterienstämme

Verdacht auf  Diskospondylitis – dies kann nur durch ein MRT gesichert werden (dies wird erst einmal nicht gemacht, da die Besitzerin mittlerweile an ihre Grenzen kommt)

Filou fährt mit Frauchen nach Hause mit noch mehr Medikamenten: u.a. wieder Novalgin und Pentin

Filou geht es mit den Medikamenten blendend.  Er scheint wieder ein normaler junger Hund zu sein.

Nach 10 Tagen erneute Kontrolle in Klinik 4
Bei der Blutuntersuchung werden Bakterien und Entzündungsmarker festgestellt. Es folgt erneut eine sterile Urinentnahme durch Setzen eines Kathethers.
Cortison und Schmerzmittel werden abgesetzt, Weiter Gabe von Antibiotikas und Pentin.

Momentan ist Filous Zustand wieder schlechter. Hat große Schmerzen und der Gang ist wieder steif.

Die Besitzer geben nun nach Rücksprache mit Klinik 4 wieder erneut Novalgin, damit Filou einigermaßen klar kommt.

Frauchen geht demnächst in Mutterschutz, ein Baby wird bald ankommen. Sie weint nur noch, bei der ganzen Sorge um den geliebten Boxer.

Weder für Filou, noch für Frauchen und das zukünftige Baby ist diese Situation hinnehmbar.

Mal davon abgesehen, dass alle die fruchtlosen Untersuchungen dem Kauf eines Kleinwagens gleich kommen – und das OHNE DIAGNOSE!

 

Das Team der Boxerhilfe findet, hier müssen wir helfen. Helfen mit unserem Know How und den Verbindungen zu Tierärzten und Kliniken unseres Vertrauens.

Wenn Sie die Boxerhilfe und Filou unterstützen möchten, würden wir uns sehr freuen!

 

Wir werden alles daran setzen, eine ordentliche und belegbare Diagnose zu erreichen!

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